Liebes…
Baustellen Tagebuch!
Tach, da bin ich wieder! Neue Bilder sind unten einklebt, da kann man sehen was gerade ab-, auf- oder weggerissen bzw. an- und aufgebaut wird in der MOTTE.
Jetzt aber…habe ich mich fast an meiner veganen Pausenstulle verschluckt und musste mal nachfragen beim Brot- und Stullenschmierer (Folge 10 + 11), ob es ernst gemeint ist, er sagte: Die Fleischindustrie meint es „todernst“…hö….
Ich hole kurz Luft, denn mein Borhhammerkopf versucht die ganze Zeit folgenden Satz zu verwursten…
Fleischersatzprodukte sollen keine Namen von Produkten tragen dürfen, die typischerweise mit Fleisch assoziiert würden. Heißt: Veggie-Wurst oder -Schnitzel dürfte dann nicht mehr so heißen…wegen der angeblichen Verbrauchertäuschung…
Ja nee, habe ich gedacht und dann………….leere im Kopf………..
Das fühlte sich kurz so an, als ob mein alter Fernseher, auch „Röhrenbildschirm“ genannt, implodiert…kennt ihr nicht? Macht nix, erklär ich euch…
Der Bildschirm eines Röhrenfernsehers ist eine riesige Vakuumglaskugel. Wenn ein Vakuumverlust durch äußere Einwirkung entsteht, kann die Röhre implodieren. Die Einwirkungen können mechanische Beschädigung oder unsachgemäße Handhabung sein.
Um diese Leere in meinem Kopf wieder zu füllen, nehmen wir mal das Wort „Wurst“…auch bei diesem Beispiel gilt: Frag doch mal den Bohrhammer…
Die etymologische Definition (Lehre von der Herkunft und Entwicklung von Wörtern) ist: Es leitet sich von dem indogermanischen Wort „Wurzeln“ ab, das „drehen, vermengen, rollen“ bedeutet und die Art der Herstellung beschreibt. „Wurst“ bedeutet wörtlich „Gedrehtes“ oder „Durcheinandergemengtes“. Das würde in der Konsequenz allerdings heißen, die Fleischindustrie nennt ihre Produkte beim Beispiel „Wurst“ in „durcheinandergemengte eingewickelte Tierreste in Schweinedarm“ um… Ich glaube, ich fühle mich sonst getäuscht, auch deshalb, weil nur 8% Fleisch in der Wurst drin sein müssen… Es ist aber auch völlig Wurst, was in der Wurst ist – deshalb heißt sie ja so…
Vielleicht fahre ich auch mal zur SÜFFA (die Fachmesse für die Fleischbranche) in Stuttgart, denn ich fahre gerne auf Messen (Folge 13 + 39). Hier ist der krachende Slogan: Dabei sein lohnt sich!….Zusatz könnte sein…solange du nicht in die Wurst kommst…uh….
Und was mache ich mit so schönen Wörtern wie: Extrawurst…armes Würstchen…oder gar Hans-Wurst…?
Nee, beim letzten Beispiel wär‘s klar…
…wenn mindestens 8% Hans drin sind…hö….
Bis bald…
(Info: Das humoristische Bohrhammer-Baustellentagebuch wurde von unserem Kollegen Stefan schon vor Jahren während der ersten Phase der MOTTE-Baustelle kreiert. Mit einer neuen Baustelle gibt es neuen Stoff für den Bohrhammer.)



