MOTTE - Werkstätten - MOTTE-Bienen & Imkerei

Wilde Tiere in der Stadt

MOTTE-Bienen & Imkerei

Bienen halten mitten in Altona? Die kleine Imkerei im MOTTE-Hühnerhof zeigt, dass Bienenhaltung auch in der Großstadt sehr gut geht.

Vier bis acht Bienenvölker können in direkter Nachbarschaft zu Wohnungen, Gaststätten und belebten Straßen auf dem MOTTE-Hühnerhof beheimatet sein (wegen der Dachsanierung mussten die Bienenstöcke vom MOTTE-Dach auf den Hühnerhof umziehen). Die Bienen starten von hier aus über die Häuser hinweg zu ihren Nektarquellen und ignorieren die Menschen unter sich in der Stadt. Seit dem Bestehen der Imkerei hat es keine nennenswerten Konflikte mit den Anwohnern gegeben. Im Gegenteil, die Bienenhaltung löst eher Erstaunen, Faszination und Begeisterung aus. Finden die Bienen überhaupt genug Nahrung in der Stadt? Die Stadt bietet den Bienen ein reiches, anhaltendes Blütenangebot. Während man auf dem Land viele Monokulturen vorfindet, strotzt die Stadt vor Pflanzenvielfalt. Urbane Flächen beherbergen zwischen den vielen Häusern verschiedenste Nektarpflanzen, z.B. in den Alleen aus Linden oder Ahorn, in bunten Vorgärten, an begrünten Hausfassaden, auf Spielplätzen, auf Friedhöfen, auf Brachflächen, in Parks, in Schrebergärten und auf blühenden Balkonen.
Die MOTTE-Bienen fliegen mehr als drei Kilometer weit und erreichen so das Elbufer, die Villenviertel in Othmarschen, den Volkspark und sogar „Planten un Blomen“. Und der Honig aus der Großstadt? Befürchtungen, dass der Stadthonig mit Schadstoffen belastet sei, sind unbegründet. Die städtische Natur ist nahezu frei von Pestiziden und die Luftbelastungen haben durch Rauchgasentschwefelung und KFZ-Katalysatoren in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Darüber hinaus reinigen die Bienen den gesammelten Nektar und das Wachs der Honigwaben entzieht dem Honig die fettlöslichen Schadstoffe. Honig ist eines der am geringsten belasteten Lebensmittel, auch wenn er in der Stadt produziert wurde. Die geringe Belastung von Stadthonig belegen Untersuchungen des MOTTE-Honigs. Die Ergebnisse lassen sich auf der Internetseite des Imkervereins-Altona nachlesen. www.imkerverein-altona.de Wo kann ich den MOTTE-Honig bekommen? Das kleine Honigkontingent, das produziert wird, ist schnell ausverkauft. Wenn Sie Glück haben bekommen Sie den Honig in Ottensen im Eiscafé „Eisliebe“ (Bei der Reitbahn 2), im Buchladen „Hier & Jetzt“ (Erzbergerstraße 10) oder im Büro des Stadteilzentrums MOTTE e.V. (Eulenstraße 43).

Könnte ich auch in der Stadt imkern? Bienenhaltung in der Stadt ist stark im Kommen. Immer mehr ökologisch interessierte Menschen imkern in der Stadt. Sollten Sie an der Imkerei interessiert sein, so wenden Sie sich an einen der Hamburger Imkervereine, die regelmäßig Anfängerlehrgänge anbieten. Außerdem sei Ihnen das Buch des MOTTE-Imkers empfohlen, das im April 2011 erschien: Georg Petrausch, „Imkern in der Stadt“, Kosmos-Verlag, 14,95 €.